Die Messe Stuttgart


Stuttgart Messe

Erleben Sie schon heute, was einen Besuch der Neuen
Messe Stuttgart zu einem beeindruckenden Erlebnis machen wird.

Die Messe Stuttgart ist ein am Flughafen Stuttgart gelegenes Ausstellungsgelände der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart. Mit einem Jahresumsatz von 61 Mio. Euro (2006) und einer Ausstellungsfläche von 105.200 m² ist sie derzeit die neuntgrößte deutsche Messe, knapp vor der Leipziger Messe mit 104.500 m²

Die Messe Stuttgart befindet sich rund zehn Kilometer südlich der Stuttgarter Innenstadt auf Gemarkung der Stadt Leinfelden-Echterdingen im Landkreis Esslingen. Das Gelände, auf dem die Messe gebaut wurde, liegt zwischen der A 8 und der B 27, die die Straßenverkehrsanbindung übernehmen, sowie dem Flughafen Stuttgart. Die Nahverkehrsanbindung an Stuttgart, die Nachbarstädte Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen sowie die nördliche Region stellen die S-Bahn-Linien S2 und S3 sicher. Von und nach Esslingen, Reutlingen und Tübingen bestehen regelmäßige Busverbindungen. Im Rahmen des Verkehrsprojekts Stuttgart 21 sollen die Messe und der Flughafen bis 2019 an die Schnellfahrstrecke Stuttgart–Ulm angeschlossen werden.

Betrieben wird die Messe von der Landesmesse Stuttgart GmbH (LMS). Sie ist der größte Messe- und Kongressbetreiber Baden-Württembergs und gehört der Stadt Stuttgart und dem Land Baden-Württemberg zu je 50 Prozent. Geschäftsführer sind Ulrich Kromer von Baerle und Roland Bleinroth. Aufsichtsratsvorsitzender ist der baden-württembergische Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP).

Die Messe weist sieben mittelstützenfreie Standardhallen à 10.500 m² und eine Hochhalle mit einer Bruttoausstellungsfläche von 26.800 m² auf, in der auch Sport- und Kulturveranstaltungen stattfinden können.
Das Kommunikations- und Veranstaltungszentrum der Landesmesse ist das Internationale Congresscenter ICS an der Messepiazza. Zu ihm gehören eine Kongress- und Messehalle (4.900 m²), ein Kongresssaal (2.600 m²) sowie eine durch ein flexibles Wandsystem variable Anzahl von bis zu 25 Tagungs- und Konferenzräumen (insgesamt 1.700 m²).

Die Planungen für einen Neubau der Stuttgarter Messe reichen bis ins Jahr 1993 zurück, als ein Standortgutachten die Lage zwischen der A 8 und dem Flughafen Stuttgart als optimal ausweist. Ende 1996 fanden erste Verhandlungen statt, die benötigten Grundstücke zu erwerben. Die betroffenen Landwirte und die Stadt Leinfelden-Echterdingen lehnten den Messebau ab, der die Versiegelung von rund 100 Hektar besonders fruchtbarer Filderböden bedeutete.

Im Dezember 1998 verabschiedete der Landtag von Baden-Württemberg das so genannte Landesmessegesetz[3]. Dieses bildete die Grundlage für das Genehmigungsverfahren für den Bau der Neuen Messe Stuttgart. Der neu gegründeten Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG wurde von den Gesellschaftern, dem Land Baden-Württemberg (45 %), der Landeshauptstadt Stuttgart (45 %) und dem Verband Region Stuttgart (10 %), die Aufgabe übertragen, die Neue Messe Stuttgart zu planen und zu bauen. Das Landesmessegesetz räumte dem Land Baden-Württemberg ein Vorkaufsrecht für die Grundstücke ein.

Im Jahr 2000 ging aus einem zweistufigen Wettbewerb der Entwurf des Stuttgarter Architekturbüros Wulf & Partner als letztendlicher Sieger hervor, welches im Anschluss mit der Planung und Ausführung des Objektes betraut wurde. Die Projektsteuerung für das Vorhaben wurde von Drees & Sommer übernommen.

Es gab zahlreiche Demonstrationen von Naturschützern gegen die Bebauung einer der ertragreichsten landwirtschaftlichen Nutzflächen in Baden-Württemberg und von Landwirten, welche um ihre Existenz fürchteten. Viele der Grundstückseigentümer erhielten zwar finanziell oder in Form neuer Grundstücke eine Entschädigung, diese blieb jedoch meistens weit unter dem Marktwert der jeweiligen Grundstücke. So kam es immer wieder zu langwierigen Prozessen, welche in allen Fällen zu Gunsten des Landes entschieden wurden.

Im Sommer 2004 fand dann wider Erwarten ein außerordentlicher Vergleich zwischen der Landesregierung und den noch verbliebenen Grundstückseigentümern statt, sodass im September 2004 mit dem Bau der Neuen Messe begonnen werden konnte. Der Grundstein wurde am 15. Juni 2005 gelegt. Am 25. September 2006 wurde das Richtfest gefeiert.

Am 13. Juni 2007 fand mit der „Blechexpo“ die provisorische Eröffnung der Neuen Messe statt. Am 19. Oktober 2007 wurde die neue Landesmesse in Anwesenheit von Bundespräsident Horst Köhler feierlich eingeweiht. Die Baukosten wurden noch nicht vollständig abgerechnet, sie liegen zwischen 833 und 855 Mio. Euro. Ursprünglich sollte das neue Messegelände 806 Mio. Euro kosten. Zusammen mit den Verkehrsbauwerken und dem Verwaltungsgebäude ergeben sich Gesamtkosten von rund einer Milliarde Euro.

Bereits vor der Eröffnung zeigte sich, dass die Kapazitäten der neuen Hallen schon im ersten Betriebsjahr an ihre Grenzen stoßen werden. Die Messegesellschaft erwägt deswegen den Bau von drei weiteren Hallen auf dem Messegelände. Hierzu sollen Teile des großen Messeparkplatzes verwendet werden. Bei den beiden Gesellschaftern, der Stadt Stuttgart und dem Land Baden-Württemberg, herrscht intern Uneinigkeit über die Erweiterungspläne. Eine Entscheidung für oder gegen den Ausbau kann laut Ministerpräsident Günther Oettinger frühestens auf Basis des Jahresabschlusses 2008 erfolgen